Ich, Jennifer Hertlein bin 18 Jahre alt lebe in Fürth, Bayern, und besuche dort die Kollegstufe (K13) des Helene-Lange-Gymnasium.
Meine journalistische Laufbahn nahm in der 6. Klasse ihren Anfang, als ich der Schülerzeitung „helga“ meiner Schule beitrat. Für diese schrieb ich eifrig Artikel und von der 8. bis zur 10. Klasse übernahm ich das Amt der Chefredaktion. Im Sommer 2006 gewann die „helga“ beim fränkischen Schülerzeitungspreis den 2. Platz. Der Wettbewerb wird von der Jungen Presse Bayern e.V. (JPB) organisiert und so kam es, dass ich ein Schülerzeitungsseminar der JPB – dem Verein junger Medienmacher in Bayern – besuchte. Wenig später trat ich selbst der JPB bei und wurde Anfang 2007 Sprecherin der Regionalgruppe Nürnberg. Im Herbst 2007 leitete ich selbst ein Schülerzeitungsseminar („Schreibwerkstatt auf Burg Hoheneck“). Anfang 2008 wurde ich Chefredakteurin des Mitgliedermagazins der Jungen Preses Bayern und dafür auch in den Vorstand der JPB kooptiert.
Neben diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeite ich schon seit längerer Zeit regelmäßig für verschiedene Print- und Onlinemedien. Dazu gehören das Jugend-Onlinemagazin der Bundesregierung schekker.de und fluter.de das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung. Außerdem bin ich freie Mitarbeiterin der fränkischen Landeszeitung / Lokalteil Neustadt an der Aisch.
Das Motto meines Blogs „Schreiben ist Leben“ trifft meine Einstellung zum Journalismus und meiner Arbeit eigentlich sehr genau und wer mehr darüber wissen will, hier ein Ausschnitt eines Interviews, dass ich der bayerischen Landeszentrale für neue Medien (im Rahmen des Projekts „Schülerreporter“) gegeben habe:
Was hat dich dazu bewogen bei deiner Schülerzeitung einzusteigen?
Eigentlich war ich schon immer vom Schreiben fasziniert und hab schon als kleines Mädchen hin und wieder Kurzgeschichten verfasst. In der 6. Klasse brachte mich letztendlich mein Deutschlehrer Herr Hammer auf die Idee, doch mal bei der Schülerzeitung „vorbeizuschauen“. Aus diesem „vorbeischauen“ wurde dann ein „dabei bleiben, beim Journalismus-Job“.
Wie bewertest du in der Rückschau deine zweijährige Arbeit als Chefredakteurin?
Meine Arbeit als Chefredakteurin war eine sehr tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Es hat mich sehr viel weiter gebracht – egal ob beim Artikelschreiben, Organisieren oder meiner Persönlichkeitsentwicklung. Und außerdem hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, zusammen mit den anderen Redakteuren für unsere Schülerzeitung zu arbeiten, auch wenn dabei schon mal endlose Stunden drauf gingen. Daher bin ich auch im Moment sehr glücklich wieder als eine der Chefredakteure im Junge Presse Bayern Magazin mitwirken zu können – ich liebe diese Arbeit halt!
Wie findest du die Themen für deine Artikel?
Bei uns an der Schule war die Themenvielfalt unserer Schülerzeitung sehr ausgewogen. Wir hatten sehr wohl schulische Themen, wie das G8 oder eine neue Pausenregelung, die einmal kurzfristig eingeführt wurde, aber auch sehr viele Themen, die unter die Rubrik „Gott und die Welt“ gepasst und eigentlich in jedem beliebigen Jugendmagazin hätten erscheinen können. Als Chefredaktion haben wir uns oft darum bemüht, globale Themen auf die Schule herunter zu brechen. Ein einfaches Beispiel: Bei der Einführung des Handy- und Datenträgerverbots an bayerischen Schulen hatten wir sowohl ein Interview mit dem damaligen CDU-Generalsekretär Markus Söder. Aber zum anderen eben auch ein Gespräch mit unserem Direktor sowie Kommentare einiger Schüler. Auf diese Weise kann man verschiedene Themen gut auf das Leitbild Schule zusammen führen.
Wie wichtig findest du es neben der Schule praktische journalistische Erfahrungen zu sammeln?
Für mich ist es unheimlich wichtig, neben der Schule journalistische Erfahrungen zu sammeln, da ich später auf jeden Fall diesen Weg in den Journalismus weiter gehen möchte. Und gerade für einen Journalisten ist nichts wichtiger, als praktische Erfahrungen im recherchieren, schreiben, interviewen – und eben allem was dazu gehört – zu haben. Wenn man das erst beim Studium oder gar noch später lernt, ist es meiner Meinung nach schon fast zu spät – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Ich finde selbst, dass ich mich von Artikel zu Artikel weiterentwickel. Man lernt in diesem „Job“ nie aus und daher sollte man auch früh mit dem „Lernen“ beginnen. Viele Freunde und „Kollegen“ von mir, die in die gleiche Richtung gehen, sehen das sicherlich genauso.
Du machst nebenbei einiges. Bleibt da noch Zeit für die Schule?
Da bleibt auf jeden Fall noch Zeit für die Schule und natürlich auch noch für Freizeit. Solange eine gute Grundorganisation vorhanden ist, kriegt man das alles ohne Probleme unter einen Hut. Klar ist es vielleicht zu Klausurenzeiten mal stressiger als sonst, aber da muss man durch. Oder sich auch mal selber bremsen und einen Termin um eine Woche verschieben. Aber wenn man das alles wirklich schaffen will, schafft man es auch!
Was möchtest du später mal werden?
Was möchtest du mit deinem Job später bewirken?
Ja, das Bewirken. Ich denke, diejenigen aus meinem Freundeskreis, die sich ebenfalls im Berufsfeld „Nachwuchsjournalisten“ befinden, stimmen mir zu, wenn ich sage, dass wir alle irgendwie kleine Weltverbesserer sind. Es gibt immer Ideen, neue Wege die man gehen kann. Mir persönlich ist wichtig, mit meinen Artikeln zu zeigen, dass man etwas bewirken kann – aber nicht durch die Artikel, sondern durch die Taten jedes Einzelnen. Ein gutes Beispiel ist der Klimawandel und seine Folgen, über den ich erst berichtet habe: Während in Europa gerade debattiert wird, was alles getan werden könnte, wurde in Abu Dhabi soeben das Projekt Masdar-City in die Welt gerufen – das soll die erste CO2 freie Stadt der Welt werden, basierend auf regenerativen Energien und neuen Innovationen. Gerade den Leuten in unserer Gesellschaft muss klar werden, dass Worte allein nicht nützen. Ich versuche das, wenn möglich, in meine Artikel und auch Artikelthemen mit einfließen zu lassen. Allerdings will ich auch da realistisch bleiben: Meistens bewirkt man nie so viel, wie man es sich erhofft. Aber immerhin ist es vielleicht ein Anfang …