Ein Platz an der Sonne

Solarenergie auf dem Vormarsch

Über dem Solarberg Fürth geht die Sonne auf. Photovoltaikanlagen glitzern silbern im Morgenlicht. Das ganze Szenario ist schön anzusehen – und erzeugt nebenbei auch noch ganz umweltverträglich Strom.

Die Sonne ist das Zentrum unseres Planetensystems. Und eine natürliche Energiequelle. Fürth, eine mittelfränkische Stadt in Bayern, ist ebenfalls ein Zentrum. Nämlich eines der Solarenergie!

Wo vor ein paar Jahren täglich Abfälle abgeladen wurden, steht heute eine der größten Photovoltaikanlagen Nordbayerns. 2005 produzierte sie auf dem so genannten Solarberg mehr als eine Million Kilowattstunden Strom. Das deckt den Energiebedarf von etwa 250 Haushalten. Die Strahlungsenergie der Sonne kann abgasfrei in Elektrizität umgewandelt werden. Rein rechnerisch vermeidet der Solarberg jährlich so etwa 670.000 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxyd.

Alle machen mit

Aber nicht nur der Solarberg produziert in Fürth Strom aus Sonnenenergie. Auch auf den Dächern von zahlreichen Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden wird mit Photovoltaikanlagen Strom erzeugt. Die Landwirte im Stadtgebiet tragen ebenfalls zur umweltfreundlichen Stromgewinnung bei. Sie haben auf Scheunen und Stallungen insgesamt 16 Anlagen installiert.

Ganz vorne dabei

Die Stadt steht voll und ganz hinter der Sonnenenergie. Mit der Aktion „Jetzt starten und Sonnenbürger werden“ informiert sie ihre Bürgerinnen und Bürger über Strom- und Wärmeprojekte aus Sonnenenergie. Zahlreiche Privathaushalte haben ihre Dächer mit Sonnenkollektoren bestückt – und monatlich werden es mehr. Zusammen versorgen die Fürther Solaranlagen nun schon über tausend Einwohner mit Strom.

Durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger steht die Stadt Fürth unter den 100.000 Einwohnerstädten seit 2003 auf dem 3. Platz der Solarbundesliga. Dieser Wettstreit wird jedes Jahr von der Deutschen Umwelthilfe und der Solarthemen-Redaktion durchgeführt.

Die Branche boomt – und schafft sogar Arbeitsplätze. Zahlreiche Fürther Firmen entwickeln und planen Solarsysteme oder beschäftigen sich mit der Herstellung hochwertiger Frontverglasungen für Solaranlagen. Sie sind verantwortlich für die Herstellung und den Vertrieb von Solar-Wechselrichtern. Die wandeln den Gleichstrom der Solargeneratoren in Wechselstrom für das öffentliche Netz um. Die Betriebe übertreffen einander mit Rekordzahlen und wachsen stetig. So hilft die Sonnenenergie nicht nur der Umwelt, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort Fürth.

Gute Chancen

Jobs in der Solarenergiebranche haben Zukunft. Eine Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bestätigt das. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich deutlich erhöhen wird. Und zwar von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 im Jahr 2020.

Auch an vielen Universitäts- und Fachhochschulstandorten werden zunehmend Kurse und Vorlesungen für regenerative Energien, Energieanlagen und Energiequellen angeboten. Vor allem in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Physik, Wirtschaftsingenieurwesen und Gebäudetechnik spielt Solarenergie eine immer wichtigere Rolle. Die Bundesregierung fördert die Branche mit dem so genannten Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kreditprogramm „Solarstrom erzeugen“.

Der Fürther Platz an der Sonne ist modern und umweltbewusst. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran. Ein Beispiel, das Schule machen sollte!

Erschienen auf: schekker.de

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