Flexibilität und Phantasie – „Grüner“ Technik sind keine Grenzen gesetzt

Flexibilität ist heute wichtig wie nie. Egal ob mit Freunden schnell mal ins Café, als Pendler zu ständig wechselnden Arbeitsplätzen oder unterwegs, um die Welt zu entdecken: ohne mobil zu sein, ist das unmöglich. Und das Beste: trotz versiegender Ölquellen können wir das dank modernsten Innovationen auch in der Zukunft.

 

Der Bürger des 21. Jahrhunderts nimmt aktiv am gesellschaftlichen Leben teil, ist kreativ und leistungsfähig im Job und vor allem flexibel. Anders wäre unser Überleben in einer modernen Welt mit zahlreichen Terminen, sich ändernden Arbeitsplätzen und Freundeskreisen sowie einem enormen Zeitdruck in Frage gestellt. Schon unsere Schüler werden heute zu kleinen „Global-Playern“. Sie nehmen an Austauschprojekten mit anderen Ländern teil, machen Sprachreisen und ziehen spätestens zum Studium in eine Metropole, in der die öffentlichen Verkehrsmittel alle fünf Minuten fahren. Im Beruf schaut die Sache nicht anders aus: von Hamburg nach München, von Köln nach Berlin und von dort aus bis nach China und den Rest der Welt. Wer nicht flexibel genug ist, hat schon längst keine rosigen Karriereaussichten mehr – und auch im privaten Umfeld sieht es dann wohl eher düster aus. Heute werden statt Dorfhochzeiten, Fernbeziehungen gepflegt. Freunde in anderen Städten und Ländern wollen genauso besucht werden, wie die Verwandten, die gerade mal wieder umgezogen sind. Die Tourismusbranche bietet Fernreisen an und mit billigen Flügen ist der begeisterte Urlauber aus Süddeutschland günstiger und schneller am Mittelmeer, als er jemals an die Nordsee käme.

 

Mobilität für morgen heute denken

 

Die Globalisierung hat uns also längst überrollt und fordert: mobil, mobiler, am mobilsten. Ohne Auto, Bus, Bahn oder Flieger geht heute gar nichts mehr. Auch die Bundesregierung hat das begriffen und macht sich mit dem 300 Millionen Euro Forschungsprojekt „Mobilität und Verkehrstechnologien“ für Verbesserungen des Personen- und Gütertransportes stark. Die Schwerpunkte liegen auf High-Tech-Strategien in den Bereichen intelligente Logistik und Infrastruktur, wie zum Beispiel den Ausbau von Verkehrsleit- und anderen Informationssystemen. Allerdings gibt es noch ein anderes zentrales Thema: Klimaschutz.

 

Dieser Faktor bleibt bei unserem, auf Flexibilität ausgerichtetem Leben noch allzu oft auf der Strecke. Oder schlimmer: wir drehen uns mit der ganzen Mobilität unseren eigenen Strick, wodurch wir bald nicht mehr flexibler, sondern Stubenhocker werden. Die Spritpreise steigen, die Ölquellen versiegen. Ganz nebenbei verpesten wir mit dem letzten Rest Benzin, den wir noch in unsere Atmosphäre pusten, die Umwelt und zerstören unser Klima. Spätestens in ein paar Jahrzehnten können wir dann eigenverantwortlich sagen: Adieu Unabhängigkeit und Flexibilität! Stattdessen sitzen wir nur noch zu Hause vor dem PC, kommunizieren mit Freunden über Chatrooms, lernen unsere virtuellen Partner bei Online-Dating-Börsen kennen, machen Urlaub in genauso virtuellen Computerspielwelten und die Kommunikation mit dem Büro erfolgt über Webkonferenzen. Die Rechnung ist ganz einfach: Ohne Öl kein Treibstoff, ohne Treibstoff keine Bewegung von Transportmitteln und damit auch keine Flexibilität. Das sind die Grenzen unserer Mobilität, an die die Weltwirtschaft momentan stößt. Waren wir also die längste Zeit flexibel?

 

Die Zukunft ist „grün“

 

Das wir nicht ohne Transportsysteme leben können und wollen, ist klar. Und viele sind sich einig: wir brauchen nur neue Ideen! „Wir wollen mit Anreizen und intelligenten technischen Lösungen erreichen, dass Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß von Fahrzeugen sinken. Gleichzeitig wollen wir bezahlbare Mobilität sichern“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Gastkolumne der Zeitschrift „Motorwelt“ zum Thema Senkung der CO2-Emissionen. Die versiegenden Ölquellen sind eine neue Herausforderung für Techniker und Ingenieure, die aufgerufen sind Solar-, Gas- und Elektrofahrzeuge, verbesserte Verkehrs-und Parkleitsysteme zu entwickeln, neue Energiequellen zu erschließen oder gar ganze Lösungsprojekte wie Masdar-City in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die erste CO2 freie Stadt, zu planen. „Der Verkehr fließt grün“, titelte auch die Mitarbeiterzeitung von Siemens zu einem „Green Mobility“-Projekt, in dem ein intelligentes Verkehrsmanagementsystem hilft, die Schadstoffe in der Luft zu reduzieren.

 

Technik und Phantasie – grenzenlos!?

 

Das alles sind Ideen für die Zukunft, an denen es  noch viel zu arbeiten gibt. Sicherlich gelangen wir auf diesem Wege zu noch mehr Lebensqualität. Vielleicht gehen aber auch neue Innovationen in eine ganz neue bzw. alte Richtung. Schon vor Jahrzehnten träumten Sciencefiction-Fans von der schnellsten aller Fortbewegungsmöglichkeiten: dem Beamen. Mit Lichtteilchen funktioniert das bereits, wie ein Experiment der Universität Wien ergab – möglicherweise in Zukunft auch mit Menschen. Umweltfreundlich, versteht sich.

 

 

 

Wettbewerbsbeitrag zum Schülerschreibwettbewerb 2008 der Nürnberger Nachrichten und des VDE – 2. Platz

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