Tag 1: Berlin wir kommen!

Tagebuch: Von Berlin bis Paris

Berlin und Paris – zwei europäische Weltstädte wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und wir fünf Jugendliche aus Deutschland und Frankreich – Mirjam aus München, Clara und Enzo aus Straßburg, Caroline aus Artolsheim (bei Straßburg) und ich, Jenni, aus Fürth – sind mitten drin. Vor einigen Monaten hatten wir beim Schreibwettbewerb „Wortwechsel“ des Deutsch Französischen Jugendwerks (DFJW) teilgenommen und gewonnen. Der Preis: eine Woche Entdeckungstour erst durch Berlin und dann durch Paris, zusammen mit unserem Betreuer Johannes Ackermann und Florence Batonnier, vom DFJW. Unsere Aufgabe während der Reise: Tagebuch über unsere Erlebnisse führen.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Wie heißt es doch immer so schön? Wer eine Reise macht, kann was erzählen. Richtig, denn Erzählenswertes von dieser Reise gab es schon ganz von Anfang an: Die Deutsche Bahn hatte just in dieser Woche beschlossen, sämtliche ICE-Züge auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Fazit: ein überfüllter ICE von Nürnberg nach Berlin. Trotzdem verlief die Fahrt recht problemlos und ich kam mit nur läppischen zwanzig Minuten Verspätung in unserer Bundeshauptstadt an. Nachdem auch die anderen vier Reiseteilnehmer und unser Betreuer Johannes gefunden waren, ging es ans Kennenlernen. Doch schon bald hatten wir die richtige sprachliche Mischung aus Deutsch und Französisch gefunden und verstanden uns super. Also ab ins Hotel mit  eigenem virtuellen Kamin in  jedem Raum (also ein Fernsehbildschirm, auf dem Feuer vor sich hin flackerte – sehr faszinierend!)  und die bilingualen Zimmer beziehen.

 

Wir waren zwar alle ein wenig von der Anreise geschafft, doch die Neugier auf Berlin war größer und unsere Lebensgeister kamen schnell zurück. Hungrig stürmten wir erst mal in ein indisches Restaurant. Dieses sah durch die angenehm orange-rot-orientalische Beleuchtung schon von außen vielversprechend aus und kaum eingetreten stiegen uns die leckersten Gewürzdüfte in die Nase. Begeisterung bei allen. Kurz darauf wurde eifrig in den Speisekarten geblättert und mit Berliner Weisse angestoßen: auf eine tolle deutsch-französische Woche.

 

Gut gesättigt (oder eher halb am platzen?) und dank Johannes nun auch stadtplankundig, unternahmen wir einen nächtlichen Spaziergang an den Mauerresten entlang zurück zum Alexanderplatz. Überall blitzte und piepte es, denn die Fotoapparate liefen schon auf Hochtouren – vor allem in einem mit grellem gelben Licht beleuchteten Tunnel, dass wir als vermeintlichen Drehort vom Film identifizierten, bei dem es um Hasen ohne Ohren ging. Doch auch die Mauer beeindruckte: Der alte Trabi genauso wie der berühmte Bruderkuss und besonders die „antiken“ Inschriften mit Jahreszahlen wie „2005“ oder „2007“.

 

Zurück im Hotel überkam uns letztendlich aber doch die Müdigkeit. Bonne nuit und gute Nacht und schon waren wir tief und fest eingeschlafen.

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