Beruf: Fachkraft für das Gastgewerbe

Fachkraft im Gastgewerbe, das ist der richtige Job für junge Menschen, die gerne praxisorientiert arbeiten und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Das Gastgewerbe bietet euch grenzenlose Möglichkeiten. Wenn ihr engagiert und leistungsbereit seid, stehen euch alle Türen offen – und ihr könnt eure Fähigkeiten und euer Wissen sogar in die ganze Welt hinaustragen.

Allein in Bayern gibt es 42.000 Hoteliers und Gastronomen, der Bereich Gastgewerbe steht für 315.000 Beschäftigte und über 16.000 Auszubildende. Diese Zahlen machen das Gastgewerbe zu einem sehr bedeutenden Teil der bayerischen Wirtschaft. Spannend und abwechslungsreich ist eine Ausbildung in diesem Bereich allemal. Mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss, könnt ihr euch um eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe – also Hotel oder Gastronomie – bewerben.

Die Fachkraft im Gastgewerbe – ein Allroundtalent

Um sich als Fachkraft im Gastgewerbe ausbilden zu lassen, braucht es nicht nur den Hauptschulabschluss. Bewerber müssen vor allem eine vielseitige praktische Begabung mitbringen. Denn Fachkräfte im Gastgewerbe werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. In zwei Jahren Ausbildungszeit lernen die Jugendlichen einfache Speisen anzurichten, Getränke auszuschenken und Gäste zu betreuen. Fachkräfte im Gastgewerbe sind richtige Allroundtalente. Sie sind im Bereich Empfang und Beratung tätig und kümmern sich außerdem um Reinigung, Pflege und Kontrolle der Zimmer. Genauigkeit ist wichtig, denn es muss alles bis ins kleinste Detail stimmen. Neben der Ausbildung geht es außerdem ein bis zwei Tage pro Woche in die Berufsschule – oder ab und zu in den Blockunterricht.

Ausbildung zum Menschenkenner

Auch Team- und Kommunikationsfähigkeit solltet ihr als Bewerber mitbringen. Als Fachkraft im Gastgewerbe sollte es zum einen gut mit Kollegen und Vorgesetzten klappen, denn nur so funktioniert die Arbeit im Team. Zum anderen solltet ihr im Umgang mit den Gästen glänzen! Der Gast steht im Mittelpunkt und soll sich wohl fühlen. Kein Problem für all diejenigen, die Spaß am Umgang mit Menschen haben. Dafür ist die Fachkraft im Gastgewerbe der richtige Beruf. Schüchternheit ist fehl am Platz. Wer hingegen offen auf Menschen zugehen und eine gewisse Höflichkeit an den Tag legen kann, hat beste Chancen, in dem Job erfolgreich zu sein.

Weltweit flexibel arbeiten

Die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe nützt euch in vielerlei Hinsicht: Wer zum professionellen Gastgeber ausgebildet wurde, engagiert und leistungsbereit ist, kann sein Wissen in Restaurants, Hotels und im Servicebereich auf der ganzen Welt anwenden. Mit einer gewissen Flexibilität werdet ihr leicht eine euren Interessen und Fähigkeiten entsprechende Anstellung finden.

Spezialisieren und weiterbilden

Auch nach Ende der Ausbildung gibt es viele Weiterbildungs- und Aufstiegschancen. Ihr habt die Möglichkeit, euer Können in einer Tätigkeit beispielsweise als Servicekraft unter Beweis zu stellen.  Oder ihr könnt euch durch verschiedene Fachseminare und Kurse weiterqualifizieren. Und für alle, die noch mehr wollen, gibt es eine einjährige Zusatzausbildung, zum Beispiel zur/zum Hotelfachfrau/-mann, zur/zum Restaurantfachfrau/-mann oder zur/zum Fachfrau/-mann für Systemgastronomie. Wer diese Zusatzausbildung erfolgreich besteht, für den öffnen sich noch einmal ganz neue Türen: Die jungen Fachkräfte können Meisterkurse, Fachfortbildungen, Seminare oder Auslandsaufenthalte absolvieren.

Erfahrung: Eigene Stärken entwickeln

Eine, die ihren Weg in das Gastgewerbe gefunden hat, ist Caroline Nagy. Sie arbeitet in einem Nürnberger Hotel und ist fast am Ende ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau. Keine Sekunden hat sie davon bereut: „In der Ausbildung habe ich wirklich jede Station im Hotel durchlaufen. Zuerst durfte ich beim Frühstück helfen, danach war House Keeping dran, dann Service, Bankett, die Rezeption, die Küche und auch die Bar“, erzählt sie und fügt begeistert hinzu: „Du wirst wirklich in allen Bereichen getestet und findest schnell heraus, was dir selbst liegt und am meisten Spaß macht.“ Im Moment arbeitet sie hinter der Bar. Zutaten mixen und Cocktails dekorieren – das macht sie am liebsten.

Mehr als nur ein Job

Caroline ist kontaktfreudig, deshalb hatte sie seinerzeit als Bewerberin gute Chancen. Und deshalb liegt ihr auch der Job: „Man hat den ganzen Tag mit Menschen zu tun und bekommt so eine wahnsinnig gute Menschenkenntnis.“ Wer im Gastgewerbe arbeitet, so Caroline, sollte auch morgens um sechs gut gelaunt die Gäste mit einem „wunderschönen guten Morgen“ begrüßen können. Caroline arbeitete sogar die letzten beiden Silvester im Restaurant. Für die Auszubildende ist das nichts Schlimmes: „Das waren die beiden schönsten Silvester meines Lebens!“ Sie schwärmt von der Dekoration, der grandiosen Atmosphäre, den Gästen.

Besonders gefällt ihr an ihrem Beruf, dass er mit dem alltäglichen Leben zu tun hat: „Ich lerne sehr viel über Menschen und deren Charaktere, aber auch über Essen und Trinken – und das sind immerhin die wichtigsten Dinge im Leben!“

Erschienen auf: www.sprungrett-bayern.de

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