Karriere im Showgeschäft

Singen, tanzen und schauspielern: Jugendliche schnupperten in die Stage School

Singen, tanzen und schauspielern wie die Profis? Das durfte Melanie Pongratz (17) aus Höchstadt bei einem Workshop-Wochenende der Stage School Hamburg im Nürnberger Ballettförderzentrum ausprobieren. Drei Tage lang bekam sie mit anderen Jugendlichen in diesen drei Fächern Unterricht von Dozenten aus dem Showgeschäft. Melanie kam im Workshop an ihre Grenzen – aber das hat sie nur bestärkt, irgendwann als Profi auf der Bühne zu arbeiten.

Die Musik setzt ein. 32 Mädels und zwei Jungs beginnen, sich geschmeidig im Rhythmus zu bewegen. Sie stampfen mit den Füßen, klatschen, durchqueren mit flinken Tanzschritten den Raum. Und sie singen aus vollem Hals. Am Schluss ein Sprung, ein letzter lauter Ton – und Stopp! Auf das Kommando von Choreografin Anja Launhardt bleiben alle stehen.

Auch Melanie Pongratz. „Ich komme mir vor, als wäre ich mitten in einer waschechten Musical-Produktion“, sagt die 17-Jährige. Sie ist ein bisschen außer Atem, aber strahlt über das ganze Gesicht. Vielleicht kann sie es immer noch nicht glauben, dass sie bei dem Wochenend-Workshop der Stage School dabei sein darf. Die Jugendseite der Nürnberger Nachrichten hatte einen Platz im Workshop der größten Schule für Performing Arts verlost – und Melanie ist die glückliche Gewinnerin.

Ein Neuling ist sie nicht: Sie sang im Schulchor und spielte in der Theatergruppe, tanzte Hip-Hop und ist im Höchstadter Eiskunstlaufverein aktiv. Nächstes Jahr macht Melanie Abitur. „Die Stage School kann das Sprungbrett zur großen Bühnenkarriere sein“, weiß Tanztrainerin Anja Launhardt. Neben Workshops bietet die Einrichtung eine Profiausbildung an. „Profiausbildung heißt, sich drei, vier Jahre in Gesang, Tanz und Schauspielen zu schulen und individuell Schwerpunkte zu setzen.“

Auch ein paar prominente Künstler hat die Stage School schon hervorgebracht, wie Lucy von den „No Angels“ oder GZSZ-Star Susan Sideropoulos.

Für Melanie geht es erstmal im Workshop weiter. Launhardt lässt die Gruppe auf der Stelle joggen und gleichzeitig singen. Nur ganz kurz. Trotzdem japsen alle nach Luft, und die Schweißperlen stehen ihnen auf der Stirn. „Das ist schon anstrengend“, gibt auch Melanie zu.

Schauspielern ist ihre Lieblingsdisziplin: Sie mag es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. „Manchmal kommt man sich beim Schauspielern doof vor. Gerade wenn es für das Publikum witzig sein soll“, gesteht sie nach einer Übung, in der sie mit anderen Mädels eine nervige Touristengruppe spielen sollte. „Am Anfang kostet das Überwindung, aber wenn man in der Rolle drin ist, geht alles von allein.“

Und dann ist es so weit: Die Mädels und Jungs stehen bereit für die Abschluss-Show. Mit kleinen Schauspielstücken, Tanzszenen und Gesangsbeiträgen geben sie vor ihren Familien und Freunden Kostproben ihres neu erlernten Könnens.

Erschienen auf: Szene-Extra Seiten der Nürnberger Nachrichten

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