ABC des Abiturs Teil 3: Die Abi-Feier

Die Abi-Feier ist das letzte Highlight eurer Schulkarriere: So vermeidet ihr Stress und Panik

Die Abi-Feier: Sie soll der Höhepunkt des Jahres werden! Immerhin liegen dann Schule, Prüfungen und Lehrerstress endlich hinter euch und ihr wollt ausgelassen feiern. Christina Hünn (19) hat im vorigen Schuljahr die Abi-Feier für ihren Jahrgang am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth organisiert. Sie weiß, dass das eine ganze Menge Stress bedeutet. Deshalb verrät sie euch heute im dritten und letzten Teil unserer Serie „Abc des Abiturs“, wie ihr Panik vermeiden könnt und eure Abi-Feier trotzdem unvergesslich wird.

„Am Anfang waren wir in der AG Abi-Feier zwischen 15 und 20 Leute“, erinnert sich Christina, „kurz vor der großen Veranstaltung waren wir aber höchstens noch zu acht.“ Ein typisches Problem von Schul-Arbeitsgruppen: Zuerst sind alle begeistert. Aber wenn es darum geht, wirklich mit anzupacken, verschwinden viele schnell wieder. Ein fester Stamm von mindestens fünf Schülern solltet ihr aber schon sein, rät Christina.
„Deshalb ist es wichtig, einen Chef der Gruppe zu wählen, der den Überblick behält“, erklärt die 19-Jährige. Sie war selbst Chefin der AG Abi-Feier ihres Gymnasiums. Viele Aufgaben blieben letztlich an ihr hängen.

„Das ist eine riesige Organisation“, sagt sie (siehe auch Checkliste unten). Gerade auf die finanzielle Planung solltet ihr großen Wert legen. „Wir haben nicht die teuersten Rosen aus dem Blumenladen bestellt, sondern die von einem preiswerten Supermarkt.“ Das hat Geld gespart und sah trotzdem schön aus.

„Und man darf auf keinen Fall die Versicherung vergessen!“, mahnt Christina. Damit hatte sie am meisten zu kämpfen. Eine Veranstaltungshaftpflichtversicherung ist ein Muss, falls etwas geklaut wird oder kaputtgeht. „Doch ich wusste nicht, wo die Abi-Feiern der Vorjahre versichert waren“, berichtet sie, „daher habe ich bei verschiedenen Versicherungen angerufen. Doch deren Angebote waren viel zu teuer.“ Durch Zufall stieß sie auf die Versicherung, die schon jahrelang mit der Schule zusammenarbeitete. „Und plötzlich war alles ganz einfach!“ Um dem Jahrgang nach ihr solche Probleme zu ersparen, trifft sich Christina nun mit den Schülern, die die Abi-Feier 2011 organisieren: „So erspare ich ihnen eine Menge Ärger und Panik.“ Sie kann nur jedem raten, sich Hilfe zu holen – fragen kostet schließlich nichts.

Ansonsten sollte man laut Christina viel Zeit, gute Nerven und Kreativität mitbringen. „Mir macht es Spaß, zu organisieren“, erzählt sie, „das muss einem liegen! Wenn man das halbherzig macht, wird es garantiert nichts.“Für Christina hat sich der Stress gelohnt. Zur Abi-Feier lief alles perfekt. Das Motto lautete „Abi-Vegas – 13 Jahre Glücksspiel“. Die Bühne war mit übergroßen Spielkarten dekoriert, auf den Tischen lagen Spielchips. Ein roter Teppich war zur Bühne hin ausgerollt, und ein Lehrer mimte sogar Elvis Presley.

„Ich hatte zuvor solche Angst, dass etwas schief geht“, meint Christina. Schließlich war da noch eine andere große Hürde: Zusammen mit zwei Freunden sollte sie eine Rede halten. „Ich zitterte, als ich ans Rednerpult trat“, erinnert sie sich. „Doch als ich zu sprechen anfing, fiel plötzlich die ganze Anstrengung von mir ab. Ich habe mich nur noch gefreut!“Christinas erklärtes Ziel war, dass die Abi-Feier ein Erfolg wird: „Immerhin ist das etwas, das unseren Abi-Jahrgang für immer miteinander verbindet. Ich wollte, dass meine Mitschüler diesen Abend nie vergessen.“

Extra-Checkliste: An alles gedacht?

Veranstaltungsort: Er muss genug Platz für alle bieten – unterschätzt das nicht! Pro Abiturient solltet ihr etwa fünf Besucher einrechnen.

Design:Toll ist es, wenn das Abi-Logo auf den Eintrittskarten der Feier erscheint. Am besten legt jemand aus dem Kunst-LK Hand an und gestaltet die Karten.

Technik und Licht: Können ebenfalls gut Mitschüler übernehmen. Vor allem, wenn sie sich sowieso öfter damit beschäftigen, weil sie sich etwa bei Theateraufführungen an der Schule um die Technik gekümmert haben.

Verpflegung: Gerade die Abiturienten haben vor lauter Aufregung oft eh keinen großen Hunger. Wie wäre es deshalb mit einem kalten Buffet – inklusive Sushi?

DJ und Security: Für jede gute Party braucht es natürlich einen ordentlichen DJ. Entweder ihr heuert einen professionellen DJ an. Oder ihr verlasst euch auf die DJ-Künste von erfahrenen Mitschülern. Das Gleiche gilt für Security.

Finanzierung:Klar, ihr könnt die Abi-Feier allein durch hohe Eintrittspreise finanzieren. Andere Idee: Sucht Sponsoren – zum Beispiel Firmen aus eurer Umgebung.

Rede:Keine Abi-Feier ohne eine gute Rede der Abiturienten. Sucht euch jemanden, der gut schreiben kann. Deutsch-LKler und Schülerzeitungsredakteure sind dafür prädestiniert. Und bringt eure Gedanken rechtzeitig zu Papier!

Arbeitsaufwand:Den bitte nicht unterschätzen! Der Chef und Hauptorganisator der Feier muss ab Januar einige Stunden Arbeit pro Woche in die Vorbereitungen stecken. Zum Ende der Schulzeit und während der Abi-Prüfungen ist das ein richtiger Full-Time-Job!

Putzdienste: Nach der großen Sause ist Saubermachen angesagt. Verpflichtet frühzeitig eure Mitschüler, vielleicht auch deren Geschwister und Freunde.

Erschienen auf: Szene-Extra Seiten der Nürnberger Nachrichten

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